Unterstützungen

Die Förderung der wissenschaftlich-theologischen Beschäftigung mit evangelischen Themen aus Kirche und Gesellschaft in Österreich ist das Ziel eines Hochschulpreises, den der Evangelische Bund in Österreich gestiftet hat.

Jeder Studierende an einer österreichischen Universität oder Hochschule kann eine Arbeit einreichen. Sie sollte ungefähr die Länge einer Seminararbeit haben und wird von einer unabhängigen Jury bewertet. Die eingereichten Arbeiten sollen für das evangelische Leben in Kirche und Gesellschaft in Österreich relevant sein. Der Evangelische Bund in Österreich begrüßt ausdrücklich Arbeiten, die Themen der Konfessionskunde, der Ökumene, des christlich-interreligiösen Dialoges oder der religiösen Identität in der postmodernen Diasporasituation aufnehmen.

Der Hochschulpreis des Evangelischen Bundes wird 2020 das erste Mal vergeben werden. Die offizielle Ausschreibung erfolgt in der Schriftenreihe des Evangelischen Bundes „Standpunkt“.

Die Geschäftsordnung des Hochschulpreises können Sie hier herunterladen (pdf).

Der Evangelische Bund fördert im ihm möglichen Rahmen auch Tagungen und Publikationen, die mit seinem Ziel verbunden sind, das Wissen darüber, was "evangelisch" ist, zu bewahren, zu entwickeln und insbesondere weiterzugeben.

Diese Förderungen werden ein Mal im Jahr vergeben.
"Deadline" für das Ansuchen ist jeweils der 1. September des Jahres. Ob das Projekt gefördert werden kann und in welchem Ausmaß erfahren Sie so bald wie möglich nach der Vorstandssitzung, die jeweils Mitte-Ende September stattfindet.

Bitte geben Sie beim Ansuchen um Förderung so präzise wie möglich an, warum Sie denken, dass der Evangelische Bund Ihr Projekt fördern sollte.

Bei Fragen, Anfragen oder dem Wunsch zu danken, schreiben Sie uns am einfachsten eine Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Der Evangelische Bund stellt die von unserer Kirche herausgegebenen Agenden zur Verfügung und überreicht als persönliches Geschenk seit einiger Zeit die Taschenbuchausgabe des Gottesdienstbuchs an Vikarinnen und Vikare.

Für alle weiteren Ausgaben von Agenden kann der Evangelische Bund in Österreich leider keine Finanzierung übernehmen. Diese Agenden können aber einfach im Buchhandel mit der ISBN-Nummer bestellt werden. Die Webseite des Lutherischen Verlagshauses bietet einen Überblick über die vielfältigen Ausgaben sowie eine Bestellmöglichkeit unter http://www.lutherverlag.de.

Bei Fragen, Unterstützungsanfragen oder auch um sich für erhaltene Ausgaben zu bedanken, schreiben Sie uns am einfachsten eine Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Wir sind stolz darauf, hier Beispiele vorstellen zu können, wo wir trotz Sparzwängen mit ein bisschen Unterstützung viel bewirken konnten, denn einige der unterstützten Personen haben sich persönlich bei uns bedankt:

Für den Beginn meines Vikariats hat mir der Evangelische Bund durch die kostenlose Zusendung des Evangelischen Gottesdienstbuches, der erneuerten Taufagende sowie einer Agende für besondere Anlässe sehr geholfen. Mit diesen drei Werken ist man für die ersten eigenen Gottesdienste und Kasualien sehr gut gerüstet, um in den turbulenten Anfangszeiten eines Vikars oder einer Vikarin etwas zu haben, an dem man sich anhalten kann. Wenn man noch nicht so viel Erfahrung mit der Verfassung von Gottesdiensten hat, hilft einem das sehr viel weiter.

Ein Vikar

Mit einer Reisekostenunterstützung des Evangelischen Bundes konnte ich zur Jahrestagung von SBL (Society of Biblical Literature) und AAR (American Association of Religion) nach Boston fahren. Die Reise war ein großer Gewinn, denn zum ersten Mal war ich auf einer Tagung mit mehreren tausend Teilnehmenden aus allen Religionen und Konfessionen. Sie war im Zentrum von Boston, verteilt auf vier große Kongresszentren, die alle intern miteinander verbunden waren. Man hätte die Tagung also eigentlich nie verlassen müssen.
Aber neben dem offiziellen Programm war noch genügend Zeit, Boston und seine Geschichte kennen zu lernen. Es gab einen von der Tagung organisierten African American Trail, wo man wichtige Etappen im Befreiungskampf der Sklaven nachverfolgen konnte und u.a. die Universität und Kirche besuchte, die Martin Luther King prägten (Boston University und Marsh Chapel). Überall in der Stadt ist der Freedom Trail gekennzeichnet, auf dem man über Etappen des Unabhängigkeitskrieges informiert wird.
Auf der Tagung selbst fand nahezu jedes mögliche Thema biblischer Forschung einen Platz. Auch Patristik, Koran- und Tora-Exegese waren vertreten. Die Vorträge im Rahmen von AAR boten außerdem einen Überblick über aktuelle religionswissenschaftliche und religiöse Fragen. SBL ist in Research Units organisiert, d.h. es gibt mehrere Einheiten (Sessions) zu einem Oberthema. […] Ich habe mich vor allem in den Sessions aufgehalten, die in etwa mit meinem Dissertationsthema zu tun haben und die auf deutschsprachigen Tagungen seltener vertreten sind. Besonders spannend fand ich Sessions, die sich mit aktuellen Fragen auseinandersetzten, z.B. wie mit der Bibel gegen Trumps Travel Ban argumentiert wurde, wie rechtspopulistische Strömungen sich der Bibel bedienen, über das Motiv der Tempelaktion in Trumps Präsidentschaftsreden, Islamophobie an Universitäten und auf Twitter und die Frage, wie biblische Forschung wieder mehr Relevanz gewinnen könnte.
Mein eigener Vortrag war in der Session zur Johannesoffenbarung. Titel „Good bad Greek? Language and intention in Revelation“. Ich vertrat die These, dass von der Sprache eines Textes nicht unmittelbar auf den Autor zurückgeschlossen werden kann. Das kann u.a. daran gezeigt werden, dass die Sprache der Offenbarung als scheinbar objektiv vorhandene Größe von verschiedenen Exegetinnen und Exegeten entweder als genial und künstlerisch oder als fehlerhaft und schlecht beschrieben wurde. Die Beurteilung der Sprache ist also keine objektive Feststellung, sondern immer mit eigenen Forschungsinteressen verbunden.Außerdem ist Sprache ein System, das sich der Kontrolle durch den Autor entzieht, was an den verschiedenen Wirkweisen ein und derselben Sprache festgemacht werden kann.Der Vortrag ist sehr gut angekommen und durch die Fragen in der Diskussion habe ich wichtige Impulse für meine weitere Arbeit mitgenommen. An den Abenden konnte man bei den Empfängen diverser Universitäten und Verlage neue Menschen kennen lernen und alte Bekannte wieder treffen oder Filme zu religiösen Themen ansehen.
Insgesamt leistet die Tagung einen wichtigen Beitrag zur Verständigung zwischen den Religionen und Konfessionen auf akademischer Ebene. Sie bietet einen guten Überblick über die Vielfalt religiöser und biblischer Themen, über aktuelle Forschungstendenzen und brennende Themen. Sie ermöglicht es auch, kreative Ideen vor einem größeren Publikum zu erproben, Gleichgesinnte kennen zu lernen und sich mit Andersdenkenden argumentativ auseinanderzusetzen. Sie war auch für mich persönlich sehr bereichernd und ich bedanke mich daher herzlich für die Unterstützung durch den Evangelischen Bund!

- Eine Doktorandin

Das 13. Treffen des Arbeitskreis „Medizin und Theologie“ fand zum wiederholten Male in Wien am Institut für Ethik und Recht in der Medizin statt. Es bot Nachwuchswissenschaftlern die Möglichkeit, Forschungsarbeiten in einem Workshop vorzustellen, und widmete sich dem Thema "Macht und Medizin".

Das Thema "Macht und Medizin" ist, wie die Tagung gezeigt hat, sehr vielfältig, und Machtaspekte spielen in der Medizin auf unterschiedlichen Ebenen eine bedeutende Rolle. Grundlegend ist der Medizin die Verfügung über den menschlichen Körper, was einer Bemächtigung gleichkommt. In der Interaktion zwischen Arzt und Patient kann ein Machtgefälle diagnostiziert und problematisiert werden, und schließlich fungiert die Medizin, als gesellschaftlicher Teilbereich, als Schnittstelle von verschiedenen sich überlagernden und miteinander konkurrierenden Diskursen. Beobachtbar ist, dass kurative mit palliativer Medizin in einem spannungsvollen Verhältnis steht, die pflegerische Logik mit der medizinischer Logik konkurriert, rechtliche und ethische normative Beurteilungen aufeinandertreffen, sowie grundlegend Medizin und Ökonomie im Widerstreit stehen. In diesen drei Ebenen treten verschiedene Formen der Macht in unterschiedlicher Weise auf.

Ein Organisator des Treffens